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Montag, 23. Mai 2016

Maischberger, Sendung vom 11.05.2016: "Mann, Muslim, Macho: Was hat das mit dem Islam zu tun?“

Gast: Simone Peter, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

Kleidung: schwarzer Hosenanzug– kombiniert mit rotem Oberteil – etwas zu scharfer Kontrast für die Kamera – Gefahr des "Ausfransens" und "Überstrahlens"

Inhalt: spricht darüber, dass die Reform des Sexualstrafrechts nicht weit genug geht – Peter: “Für die Frauen ist es immer bitter, das die Übergriffe, egal welcher Art, sich im Strafrecht bisher nicht wiederfinden. Die Reform des Sexualstrafrechts sieht ja jetzt vor, dass einige Passagen verbessert werden. Was wir anprangern, ist, dass immer noch nicht ein kompletter Schutz sichergestellt wird. Dass das NEIN heißt NEIN auch sichtbar wird im Gesetzgebungsverfahren. Was die Kölner Übergriffe angeht, wir haben das sehr verurteilt. Es kann nicht sein, dass Frauen sich im öffentlichen Raum nicht bewegen können. […] Sexismus hat keine Religion. […]. Wir müssen uns damit befassen.“
Kurze klare Sätze

Körpersprache: aufrechte Haltung – spricht selten mit den Händen – konzentrierte und empathische Ausstrahlung

Mimik: spricht Gäste und Moderatorin gezielt an – hält mit allen Augenkontakt

Stimme: variiert kaum mit Lautstärke und der Tonlage ihrer Stimme – spricht meist ruhig und gefasst


Fazit: Seriös – dem Thema entsprechend – Kernbotschaft: Frauen brauchen Schutz in der Öffentlichkeit, aber auch im Privaten – fordert den differenzierten Blick „Der Islam erzeugt diese sexualisierte Gewalt und die Übergriffe auf Frauen. Ich selber erlebe es in Gespräch und in den Länder, in denen ich unterwegs bin, dass es eine Differenzierung und durchaus Frauen gibt, die Ihre Interessen umsetzen. […] Wir können doch über 4 Millionen Muslime in Deutschland nicht bezichtigen, dass sie einem frauenfeindlichen Islam folgen.“

Dienstag, 2. Februar 2016

Maischberger, Sendung vom 27.01.2016: Tabupartei AfD - Deutschland auf dem Weg nach rechts?

Gast: Ralf Stegner (SPD/stellv. Parteivorsitzender)

Kleidung: dunkelblauer Anzug – kombiniert mit blauen Oberhemd – keine Krawatte

Inhalt: die Methode der AfD ist es, sich in Talkshows zu setzen und ein freundliches Gesicht zu machen - Stegener:“ Der Vorsitzender der AfD in NRW sagt, man muss auf Flüchtlinge an der Grenze schießen zur Not und der Vizevorsitzende sagt, er fände das richtig. So eine Partei führt unser Land ins Unglück. (....) Das Unglück kommt in Deutschland von rechts. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen, muss ihnen Paroli bieten und eine normale Partei ist das nicht. Das sind Demokratiefeinde und wir wollen nicht, das sie in Parlamente kommen.“

Körpersprache:“fläzt“ in der Couch – aufgestützte Ellbogen verstärken die zurückgelehnte Haltung, was bei einer beleibteren Figur wenig vorteilhaft wirkt, v.a. bei bestimmten Kameraeinstellungen – kann angesichts des Contras gegenüber den anderen Gästen zudem arrogant wirken – hat er das Wort, lehnt er sich weiterhin auf dem Arm gestützt nach vorne, was einen eher "mühevollen" Eindruck vermittelt – unterstreicht das Gesagt mit den Händen, bis zum erhobenen Zeigefinger

Mimik: heruntergezogene Mundwinkel vermitteln eine ablehnende Haltung – spricht Gäste und Moderatorin gezielt an – hält mit allen Augenkontakt.

Stimme: eher enge und nasal gepresste Stimme – variiert kaum mit der Lautstärke und der Tonlage seiner Stimme – spricht monoton.

Fazit: Stegener versucht klar zu machen, dass man die AfD verhindern muss und diese sich nur als Schmutzfänger betätigt. Stegener:“ Wir haben eine große Verunsicherung in diesem Land. Wir haben viele Menschen, die helfen den Flüchtlingen. Wir haben viele Menschen die Ängste haben und verunsichert sind. Diese muss man anhören. Und wir haben diese, die mit einfachen Antworten Ihnen suggerieren, man müsse nur einen Schalter umdrehen und es wäre alles gut."


Insgesamt konterkarieren Körperhaltung, Gestik und Mimik eher die Aussage, dass Ängste "angehört" werden, vielmehr kann hier der Eindruck entstehen, dass die eigene Aussage absolut gesetzt wird.