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Montag, 5. September 2016

hartaberfair, Sendung vom 15.08.2016: „Halbmond über Deutschland – wie viel Erdogan verträgt unser Land?“
 weiter in Europa?
Gast: Malu Dreyer, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz, SPD

Kleidung: rotes Jacket – kombiniert mit weißer Bluse – strahlt Seriosität aus – die Kombination passt zur Landesflagge der Türkei

Inhalt: Fasst die Ereignisse in der Türkei zusammen und gibt Ihren Blick der Situation sachlich wieder – Dreyer: “Man kann das, was gerade in der Türkei geschieht letztendlich nur kritisch sehen und das sehe ich auch so und ich kritisiere es auch massiv. Denn wenn 2000 Richter und Staatsanwälte verhaftet werden, wenn über 24.000 Beamte suspendiert werden oder wenn Journalisten einfach Ihres Amtes enthoben werden(...), dann lässt uns das nicht unberührt. (...) Es ist immer eine offene Frage, inwieweit Erdogans Einfluss in unserem Land tatsächlich zählt oder nicht.“

Körpersprache: aufrechte Haltung – sparsame Gestik, liegen meist auf dem Tisch –  wirkt konzentriert

Mimik: lebhafte Mimik, die dem Gesagten entspricht und damit authentisch wirkt – spricht Gäste und Moderator stets an – hält mit allen Augenkontakt

Stimme: variiert nicht mit Lautstärke und der Tonlage ihrer Stimme – sehr angenehme und ruhige Stimme


Fazit:  solider Auftritt der Ministerpräsidentin – spricht den Abgeordneten Mustafa Yeneroglu (AKP) direkt an und fordert eine klare Erläuterung der Vorgänge in der Türkei. Dreyer: „Sie als Abgeordneter sind in einer guten Position und könnten uns ehrlich doch einmal offensiv erklären in den Sendungen, als nicht immer nur anklagen das angeblich die Presseberichterstattung so einseitig ist, sondern mal klarmachen, was ist das eigentlich was da gerade abläuft in der Türkei und was bedeutet das (...) wenn Medienorgane geschlossen werden. Das kann Sie doch nicht verwundern, dass wir fragen.“

Freitag, 22. Juli 2016

Maybrit Illner, Sendung vom 14.07.2016: „ Planlos nach dem Brexit – wie weiter in Europa?“
 weiter in Europa?
Gast: Edmund Stoiber, von 1993 -2007 Ministerpräsident von Bayern, CSU

Kleidung: blauer Anzug– kombiniert mit einem orangefarbenen hellblauen Oberhemd – lilafarbene Krawatte – strahlt Seriosität aus  

Inhalt: Das Ergebnis in Großbritannien ist nicht gerade außergewöhnlich – Stoiber: “Das ist eine britische Entscheidung (....) Großbritannien ist natürlich sehr sehr schwer zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft oder Europäischen Union1973 gekommen. Hat sich sehr sehr viele Sonderrechte erkämpft. Ist nie ein ganz vollwertiges Mitglied gewesen, weil es an vielen Gemeinsamkeiten nicht teilgenommen hat. Und Großbritannien wollte eigentlich nur dem Binnenmarkt beitreten. Das haben Sie immer betont und wollten natürlich nicht eine europäische, politische Union mit engeren Vertiefungen.“

Körpersprache: aufrechte Haltung – redet enorm viel mit den Händen, um seinen Sätzen Ausdruck zu geben –  wirkt konzentriert

Mimik: spricht Gäste und Moderatorin stets an – hält mit allen Augenkontakt

Stimme: variiert teilweise mit Lautstärke und der Tonlage seiner Stimme – strapaziert aber damit nicht die weiteren Gäste


Fazit:  solider Auftritt– hält fest, dass es sich lohnt an Europa festzuhalten, da es hier Frieden und Freiheit gibt. Es ist die Aufgabe der älteren Generation den jüngeren klarzumachen, das Sie auf einem tollen Kontinent leben. Stoiber: „Wir müssen Europa ein Stückchen neu aufstellen und darstellen müssen. Was ist dieses Europa? Ich kann dies nicht immer nur mit materiellen Dingen begründen sondern ich muss auch sagen, schau dir mal die unsichere Welt an. Schau dir an wo Kriege herrschen. Und Europa ist ein faszinierender Kontinent mit Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, persönlicher Freiheit und auch einem gewissen Wohlstand.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Hart aber fair, Sendung vom 06.06.2016: " “ Die Methode Trump – erobern Krawallmacher und Populisten die Macht?

Gast: Norbert Röttgen, CDU, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses

Kleidung: schwarzer Anzug– kombiniert mit hellblauer Krawatte und weißen Hemd – sehr staatsmännisch – untermauert Seriosität des Themas.

Inhalt: erläutert Trumps Strategie und Denkweise – Röttgen: “Das aller positivste was man sagen kann, dass er (Donald Trump) eine völlige Überraschung wäre. […] Er hat sich mit der Frage, wie werde ich regieren, noch gar nicht beschäftigt. Sondern er beschäftigt sich ausschließlich mit der Frage, wie kann ich Präsidentschaftskandidat werden. Wie kann ich gewissermaßen die Republikanische Partei übernehmen. Welche Mechanismen muss ich da anwenden? Wie emotionalisiere ich? Wie provoziere ich? […]. Wenn ich dann gewählt sein werde, dann fängt ein ganz neues Kapitel an. Nämlich, wie regiere ich?“

Körpersprache: wenig Spannung im Körper – hängende Schultern – pointierte Gestik – unterstreicht die Bedeutung seiner Aussagen.

Mimik: spricht Gäste und Moderator gezielt an – hält mit allen Augenkontakt – zieht teilweise immer wieder Mundwinkel nach unten.

Stimme: folgt der Gestik – variiert mit Lautstärke und Tonlage – verstärkt rhetorische Wendungen – spricht dabei aber gefasst.

Rhetorik: verwendet rhetorische Stilmittel – z.B. Wiederholungen – kurze Hauptsätze

Fazit: Die Menschen wählen Trump, um der etablierten Politik zu zeigen, dass Sie diese Art von Politik nicht mehr mitmachen wollen. Röttgen:“ Donald Trump macht keine Sachaussagen. Er hat bis jetzt keinen Vorschlag gemacht, wie er ein Problem löst. Das macht er auch ganz bewusst nicht, weil er damit Teil von Diskussionen werden würde. […] Er ist die Stimme von einer großen Wut, die es in der amerikanischen Gesellschaft gibt. Frustriert zu sein, alleingelassen zu sein, gegen das Establishment. Das ist eine große Unterschätzung der etablierten Politik in Washington. Und dagegen, mit seinen ganzen Provokation, das ist im Grunde die einzige Aussage die er macht: Ich bin die glaubwürdige Stimme von Protest und Wut“.